World Café 2026
Im Dialog zur Zukunft der UniBE: World Café liefert Impulse für Fit for Future
Rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Fakultäten, Zentralbereich und den Ständen kamen am 19. Februar im Kuppelraum der Universität Bern zu einem World-Café-Workshop im Rahmen von Fit for Future zusammen. Im Fokus standen sechs strategische Themen wie Digitale Transformation, Führungskultur & Veränderung, UniBE Leben (Projekt: Kulturentwicklung), Universitäre Strukturen überdenken sowie die neue Professurenplanung und auch neue Arbeitsplatzkonzepte. Die Ergebnisse fliessen nun in die laufenden Fit for Future Projekte ein und werden dort weiterverfolgt.
Am 19. Februar trafen sich rund 40 Vertreterinnen und Vertreter aus Fakultäten und Zentralbereich am Vormittag im Kuppelraum der Universität Bern zu einem weiteren Workshop im Rahmen von Fit for Future. Im World Café diskutierten die Teilnehmenden zentrale strategische Themenfelder, die für die zukünftige Entwicklung der Universität Bern eine wichtige Rolle spielen. Im Fokus standen dabei die Handlungsfelder administrative Schnittstellen, digitale Transformation, Führungskultur & Veränderung, Kulturentwicklung («UniBE Leben») sowie neue Arbeitsplatzkonzepte. Auch über die neue Professurenplanung wurde diskutiert. Ziel des Austauschs war es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen, Erfahrungen zu teilen und Impulse für laufende Projekte zu gewinnen.
Die Gespräche zeigten, wie vielfältig die Themen ineinandergreifen. Bei der Professurenplanung wurde über Entscheidungsprozesse, strategische Prioritäten und die Rolle von Gremien diskutiert. Das Schnittstellenprojekt rückte Fragen rund um administrative Abläufe, Informationsflüsse und gegenseitiges Verständnis zwischen Fakultäten und Zentralbereich in den Mittelpunkt. Die digitale Transformation wurde als Querschnittsthema verstanden, das nahezu alle Bereiche betrifft und sowohl strukturelle als auch kulturelle Veränderungen erfordert. Gleichzeitig standen Führungsfragen, Rollenverständnisse und die Bedeutung klarer Kommunikation im Zentrum vieler Gespräche. Unter dem Stichwort «UniBE Leben» ging es um Themen wie Identifikation mit der Universität Bern und die Zusammenarbeit über Organisationseinheiten hinweg. In den Diskussionen zu den neuen Arbeitsplatzkonzepten wurde hervorgehoben, dass es bei diesem Thema nicht nur um Räumlichkeiten geht, sondern auch um Führungskultur, Arbeitsweisen, Technologien und kulturelle Aspekte.
Aus den Diskussionen kristallisierten sich mehrere zentrale Punkte heraus. So wurde die Professurenplanung als wesentliches strategisches Instrument der Universität hervorgehoben. Dabei wurde der Wunsch nach klaren Entscheidungswegen und einer stärkeren Befähigung von Gremien, Verantwortung zu übernehmen geäussert. Gleichzeitig wurde betont, dass Qualitätssicherung und Eigenverantwortung in einem ausgewogenen Verhältnis stehen müssen. Mehr informeller Austausch zwischen Universitätsleitung und Fakultäten wurde als Chance gesehen, strategische Fragen frühzeitig zu reflektieren.
Als weitere zentrales Thema rückte die Zusammenarbeit an administrativen Schnittstellen in den Fokus. Mehrfach wurde angesprochen, dass die universitären Strukturen teilweise als wenig transparent wahrgenommen würden und Informationen schwer auffindbar seien. Thomas Myrach, Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät, brachte dies auf den Punkt: «Häufig ist unklar, wen man in Fakultäten oder Zentralbereich mit welchen Anliegen ansprechen solle – Transparenz sei jedoch eine zentrale Voraussetzung für Vertrauen und erfolgreiche Zusammenarbeit». Vorschläge aus den Diskussionen reichten von verbessertem Wissensmanagement über klarere Personal-Onboarding-Prozesse bis hin zu mehr direkten Begegnungen im Alltag. Ziel sollte es sein, Abläufe verständlicher zu machen und gegenseitiges Verständnis zu stärken.
Beim Handlungsfeld digitale Transformation war man sich einig, dass sie vor allem als «Enabler» für Forschung und Lehre gedacht werden muss. Universitätsweite Standards werden als notwendig erachtet, gleichzeitig wurde betont, dass Top-down-Ansätze auch partizipativ gestaltet werden können. Neben technischen Fragen standen daher Mindset, Kultur und Priorisierung im Vordergrund.
Die Führungskultur wurde u.a. als Schlüsselfaktor für Veränderungsprozesse hervorgehoben. Klare Verantwortlichkeiten, frühzeitige Kommunikation und ausreichend Zeit für Führungsaufgaben wurden als zentrale Voraussetzungen genannt. Gleichzeitig zeigte sich, dass unterschiedliche Identifikationslogiken innerhalb der Universität bestehen – Rektorin Virginia Richter formuliert es so: «Während sich viele Fakultätsangehörige stark mit ihrer Organisationseinheit identifizieren, nehmen Mitarbeitende des Zentralbereichs häufiger die Gesamtuniversität in den Blick».
Unter dem Stichwort UniBE Leben wurde zudem deutlich, wie wichtig ein gemeinsames Begriffsverständnis für die Weiterentwicklung der Universität ist. Ainhoa Martinelli von der SUB betonte, dass eine stärkere Vereinheitlichung von Begriffen und Konzepten helfen könne, Missverständnisse zu vermeiden und Diskussionen auf eine gemeinsame Grundlage zu stellen. Diese Beobachtung spiegelte sich in mehreren Gesprächsrunden wider, etwa bei Themen wie Zentralisierung, Selbstverwaltung oder Zusammenarbeit über Organisationseinheiten hinweg.
Die Diskussionen fanden in einer konstruktiven und offenen Atmosphäre statt. Die Teilnehmenden hoben hervor, dass das Format World Café lebhafte Gespräche ermöglichte und gleichzeitig Raum für unterschiedliche Sichtweisen bot. Nicht zuletzt machten die Gespräche zu neuen Arbeitsplatzkonzepten deutlich, dass Veränderungen weit über räumliche Fragen hinausgehen. Kommunikation und Einbezug der Betroffenen wurden dabei als wesentliche Erfolgsfaktoren genannt.
Die Ergebnisse des Workshops fliessen nun in die laufenden Fit for Future Projekte ein. Die Projektleitenden nehmen die diskutierten Erkenntnisse in ihre jeweiligen Vorhaben auf und verfolgen sie dort weiter. Damit wird der Austausch aus dem World Café über den Workshop hinaus wirksam und trägt zur strategischen Weiterentwicklung der Universität Bern bei.
